Die Bank der Berber

Auf halbem Weg vom Paradiestal nach Tafraoute suchen wir ein Domizil für die Nacht. Wie in Armenien tippt Eva auf Orte, an denen Sehenswürdigkeiten liegen für einen sicheren Übernachtungsplatz mit Weitblick. Auf der Strecke sind unzählige kleine Burgen verzeichnet und so beschließen wir einige Burgen anzufahren. Natürlich sind wir nach dem langen Spaziergang im Paradies viel zu spät losgefahren, so dass schon beim zweiten Burgenversuch der Sonnenuntergang der Nacht gewichen ist. Wer einmal versucht hat, im Dunklen einen Nachtplatz zu finden, der weiß, dass meistens Murks dabei herauskommt. In diesem Fall geht es aber gut aus. Schon bei der zweiten Burg treffen wir auf einen Berber, der uns auf den Parkplatz neben der Schule verweist, wo wir dann auch zum Stehen kommen.

Am nächsten Morgen treffen wir auf Omar, der nach langen Arbeitsjahren als Fahrer für eine Schuhfabrik nun in seinem Heimatdorf den Ruhestand genießt. Omar erklärt uns dann, welche Burgen wir ansehen sollen und dass sie die Banken der Berber waren. Wozu braucht man einen Reiseführer, wenn man Menschen wie ihn trifft, die sich freuen, etwas über ihre Kultur zu erzählen?

Wir folgen seinem Rat und besichtigen die von ihm empfohlene Burg. Später kommen wir auch noch an der viel berühmteren und wahrlich eindrucksvollen Burg in Tizourgane vorbei, wollen aber nicht wieder in die Nacht fahren und halten deshalb nicht.

 

2 Kommentare zu „Die Bank der Berber

  1. Liebe Reisende,

    wie beurteilt ihr den Nutzen eures Allradantriebs für eure Reise bis zum heutigen Tag.

    Nutzt bitte dafür eine Skala von 1 bis 10.
    Dabei steht eins für: Kostet nur Geld, Sprit, Reifen, Lärm, völlig überflüssig..
    Und 10 für: Der 4 WD hat uns das Leben gerettet, ohne ihn wäre es schlecht ausgegangen.

    Stellt euch vor 5 könnte bedeuten, wir haben ihn mal gebraucht, hätten aber auch mit etwas Mühe es selber geschafft oder halt einen Trecker beim Bauern zu Hilfe geholt.
    Ein Sperrdiffrenzial am Bremer hätte das auch geschafft.

    Die Teilnahme an dieser Befragung ist vollkommen kostenfrei aber wirklich nicht umsonst, da sie 1. zum reflektieren einläd und Anderen gaaaanz wichtige Hinweise gibt wo sie mit ihrer Krücke sich hintrauen dürfen oder wieviel man sparen und dann suchen muss um ein so potentes Fahrzeug wie eures zu finden.

    Lieben Gruß aus dem Süden Frankreichs..

    Udo

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    1. Lieber Udo,

      interessante Frage, aber mit Blick auf die gesamte Reiseroute viel zu früh gestellt.

      Nach 2 Wochen Marokko: In Marokko sind die Straßen gut ausgebaut und man muss nicht Gelände fahren, wenn man es nicht möchte. Da wir den Wagen noch wenig im Gelände gefahren haben, wollen wir uns Stück für Stück an schwierigere Strecken wagen, um ein Gefühl dafür zu bekommen was geht und was nicht. Heute suchen wir uns dafür einige Routen heraus, die so Schwierigkeitsgrad 2 von 5 haben. Gut zum lernen, aber ohne Gefahr für Leben und Wagen bei Fahrfehlern.

      Vorgestern waren wir in einem spektakulären trockenen Flusstal, das wir über eine Piste ca. 10km entlang gefahren sind. Wunderschön und fast menschenleer. Blogbeitrag folgt. Steiniger sehr unebener Untergrund, kleinere Schräglagen, einige tiefere Sandbänke. Das hätte ein erfahrener Geländefahrer vielleicht noch ohne 4×4 geschafft. Für uns war es aufregend aus den beschriebenen Gründen, aber für den Wagen im Straßengeländegang kein besonderes Problem.

      Gestern sind wir eine trockene Sandpiste gefahren durch die sich tiefe Wasserriefen zogen. Das ging eine Weile sehr gut mit dem 4×4, aber es gab einige Abbrüche, für die es dann schon einen Gelände LKW gebraucht hätte oder Schaufeln. Wir hätten das notfalls fahren können, aber würden es nicht freiwillig tun.

      Insofern: Marokko ohne Probleme auch ohne 4×4, es sei denn, man möchte Gegenden sehen, die nur über Pisten erschlosen sind, dann ist der 4×4 ein Muss.

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