Georgien – Telavi – Ikalto

Aus dem Nationalpark kommend nehmen wir unsere alte Route wieder auf, ergänzen diese aber um weitere Nationalparks, weil es uns so guit gefallen hat zu rasten und zu wandern. Vorerst ist aber die georgische Weinstraße unser Thema, von der ich mir guten Wein und hübsche Dörfer versprochen habe. Als Ausgangspunkt zur Erschließung des Tales wird Telavi empfohlen, das in der Tat sehr pittoresk am Hang liegt und auf das weite fruchtbare Alasani Tal blickt. Guten Wein haben wir bisher nicht gefunden, was aber auch daran liegen mag, dass wir uns darauf verlegt haben, die meisten Lebensmittel von lokalen Straßenhändler zu kaufen. Dort kann man selbstgemachten Wein in ausgedienten Bier-Zweiliterplastikflaschen kaufen, was wir bereits des öfteren getan haben. Telavi bleibt trotzdem enttäuschend, denn es ist künstlich für zukünftigen Tourismus herausgeputzt und besitzt dadurch leider weitgehend nicht den Charme des Authentischen. Das ging uns leider auch in Signagi bereits so, das etwas weiter östlich liegt und keinen eigenen Eintrag an dieser Stelle erhält. Zu glatt, zu herausgeputzt und zu leblos präsentieren sich diese Dörfer. So verlassen wir Telawi nach wenigen Stunden mit neuen Frühstückskeksen und zwei Eiern ausgestattet, die den am Straßenrand gekauften frischen Spinat Abends ergänzen sollen, wieder einmal spät am Nachmittag und auf der Suche nach einem Stellplatz.

Diesen finden wir wenige Kilometer entfernt auf dem Parkplatz des Klosters Ikalto. Das Kloster, laut Reiseführer eine Ruine, tatsächlich nagelneu aufgebaut und frisch herausgeputzt ist hübsch zwischen Zypressen und Pinien gelegen, aber bereits geschlossen, als wir ankommen. Eigentlich ist das Kloster also nur eine Nachtstation. Robert liegt Nachts lange wach und ist froh, um 5:18, noch bevor die Dämmerung einsetzte, endlich aufstehen zu können und quengelt so lange, bis auch ich, der Langschläfer, mich erhebe. Was werden wir von diesem Tag dafür belohnt werden!
Erst finden wir Eisblumen am Türfenster des MAggi vor, dann sehen wir den klaren Sternenhimmel. Dann hebt sich das Dunkel und heraus schält sich ein lilablau gestochen scharfes Kaukaususpanorama mit Schneekante. Wiedser einmal unfotografierbar. Wir haben es trotzdem versucht. 3 der ungefähr 50 Fotos lassen mal wieder nur ahnen, wie umwerfend das aussah.

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