Über 1001 Düne in Mauretanien Teil II

2. bis 5. Februar 2020

Also auf nach Chinguetti. Wir verlassen den Aoelloul Krater und stossen bald auf die Dünenpiste nach Chinguetti. Viele Male haben wir mit Reisenden in Atar über die Route gesprochen, die wir in den nächsten Tagen fahren möchten und glaubte man ihnen, dann dürften wir diese Strecke mit dem Igl erstens gar nicht bewältigen können und zweitens wäre es überaus unvernünftig sie alleine zu fahren.

Eine der wunderschönen alten französischen ING-Karten.

Auf der alten Karte oben sieht man so ungefähr was wir in den 7 Tagen vorhatten. Heute sind sind diese Karten eine Rarität, weil sie nicht mehr neu aufgelegt werden, und nur noch über die Bibliothek einsehbar sind. Diese hier haben wir in Gambia gebraucht erstanden. Was man darauf auch sehen kann ist, dass hier keine Pisten eingetragen sind, nur grüne Richrungspfeile. Normalerweise sind auf diesen Karten natürlich sehr wohl Pisten eingetragen, aber in den 1970ern aus denen diese Karte stammt, scheint es offiziell noch keine gegeben zu haben. Obwohl sowohl Chinguetti als auch Ouadane, die beiden Orte südwestlich der zu sehenden ringförmigen Struktur, bedeutende muslimische Zentren sind, Weltkulturerbe und das nicht erst seit gestern.

Aber unser modernes Digitalprogramm hat zum Glück die eine oder andere Piste verzeichnet. Wer Muße hat, kann mal bei Google versuchen unseren Weg nachzuvollziehen. Dort sind keine Pisten in der normalen Karte eingetragen, aber auf den Satellitenbildern sieht man, dass es trotzdem welche gibt.

Wir, mutig geworden durch die letzten Erfahrungen, wollen also statt der gängigen, aber laut anderen Reisenden wahnsinnig anstrengenden Wellblechpiste über das Plateau, die Dünenstrecke nach Chinguetti und Ouadane fahren. Mehrere Leute haben uns davon erzählt, sie hätten viel Sand geschaufelt und es gebe mindestens eine höhere vertrackte Düne, da müsse man schon Mut mitbringen.

Da wir aber mittlerweile gelernt haben, dass Mut, Risikoeinschätzung und Schwierigkeitsgrade von Strecken subjektive Kategorien sind, denken wir, wir können es uns ja mal anschauen. Falls es nicht funktioniert fahren wir eben wieder zurück. Obwohl unsere Zeit in Mauretanien definitiv am 14. Februar zuende gehen wird, weil das Visum ausläuft, bringen wir – wie meist – mehr Zeit mit als andere Reisende und gönnen es uns und dem Igl, die rund 80 Wüstenkilometer vom Krater bis Chinguetti in zwei Tagen zu fahren statt nur einem.

Das beschließen wir allerdings erst unterwegs. Grund ist, dass wir Kilometer für Kilometer einer mal besser mal schlechter zu erkennenden Spur im tiefen aber gut befahrbaren Sand folgen, die durch ein langgezogenes Dünenfeld geht. Rechts und links nur Sand und kleine grüne Grasbüschel, von Zeit zu Zeit ein Kamel. Andere Fahrzeuge treffen wir nur einmal – und zwar einen Bayern im Toyota Landcruiser, der den roten Jeep vom Bab Sahara mitsamt Fahrer gemietet hat, weil er die Strecke nicht alleine fahren möchte und uns erklärt, dass wor die Sandbleche schonmal runterschrauben können. Für uns fühlt sich diese Strecke ganz fantastisch an. Sie ist wider Erwarten nicht besonders schwer, teilweise können wir sogar im 2×4 fahren. Dafür bietet sie immer wieder schöne Ausblicke und vor Allem ist eben niemand außer uns da – denken wir jedenfalls. Das Fahren im Sand fühlt sich so sicher an wie ein Zug auf Schienen und so trödeln wir Düne herauf und Düne herab Chinguetti entgegen.

Die Nacht verbringen wir etwa 15 Kilometer vor der Stadt abseits der Piste in den Dünen und sind – nach 14 Monaten Afrika immer noch – ganz schön überrascht, dennoch schnell entdeckt zu werden. Mehrere Frauen und Kinder bauen mitten in der Wüste etwa 2 Meter vor dem Igl ihren Verkaufsladen auf. Es handelt sich um ein großes Tuch. Auf dem Tuch werden ordentlich alle möglichen Gegenstände angeordnet. Da sind zum Beispiel die kleinen Kannen für den Grünen Tee, die aus bunten Glasbausteinen zusammengefügten Armbänder und Ohrringe, Stoffe mit unterschiedlichsten Mustern und natürlich Datteln. Nachdem alles gerichtet ist, setzen sich Frauen und Kinder mit gekreuzten Beinen schweigend davor und warten. Wir sind leider sehr schlechte Kunden und wollen nichts kaufen. Auch deshalb, weil sich das Angebot seit etwa 2000 Kilometern Wüste kaum verändert hat. Wir grüßen höflich, bedanken uns für das Angebot und laufen mit Thio eine große Abendrunde. Wir beginnen später zu kochen und richten unser Bett, alles deutliche Hinweise darauf, dass bei uns vielleicht kein so riesiges Interesse herrscht. Trotzdem verlässt der kleine Trupp seinen Platz erst als es schon Dunkel ist.

Am nächsten Morgen brechen wir früh auf. Die Dünenstrecke endet jetzt und die letzten 15 Kilometer führt unsere Piste durch ein riesiges breites sandiges Oued. Hier kommt der Igl tatsächlich mehrfach an seine Grenze. Der Sand ist sehr tief und die Konsistenz irgendwie klebriger als zuvor, so dass wir mit Untersetzung und streckenweise Vollgas bei einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h den Windungen des Oueds folgen bis wir kurz vor einer Brücke einen Ausstieg finden. Und tatsächlich ein wenig aufatmen, denn weder waren im Oued Spuren von anderen Wagen zu sehen, noch links und rechts Häuser oder andere Zivilisationszeichen, so dass ein Festsitzen im etwa 100 Meter breiten Oued uns viele Stunden schaufeln bei praller Sonne gekostet hätte.

Das ist der Blick aus dem Autofenster nach links, während der Fahrt aufgenommen, weil wir nicht anhalten wollten.
Und hier nochmal in die andere Richtung
Und hier dann erste Häuser, die Vorboten Chinguettis

Hmm. Vielleicht hätte es ja doch neben dem Flußlauf noch eine andere Piste gegeben. Gar nicht so ohne diese Strecke, der Igl definitiv an seiner Leistungsgrenze. So etwas ähnliches denken sich wohl auch die 15 mit Sturzhelmen ausgestatteten Quadfahrer, die uns hier entgegen kommen und sich ebenfalls Vollgas durch das Oued pflügen müssen. Ob sie sich wohl ein wenig um das Abenteuer betrogen fühlen, als wir ihnen – zugegeben leicht schwitzend – mit dem fast 30 Jahre alten Oldtimer entgegen kommen? Wie immer ist das alles viel zu aufregend, um es zu filmen und die Angst anzuhalten, um Beweisfotos zu machen und dann beim Anfahren stecken zu bleiben ist größer, als der Gedanke, dass wir die Fotos ja später zeigen könnten. Müsst Ihr uns einfach glauben.

Gleich darauf müssen wir nochmals 4 bis 5 Kilometer ins Oued und ergattern den ersten Blick auf Chinguetti folglich auch vom Fluß aus. Davon gibts auch Fotos. Bitte schön!

Chinguetti hat einen alten und eine neuen Teil, die durch das Oued getrennt sind. Hier der Blick auf den Friedhof im neuen Teil. Ganz rechts im Bild sieht man die Hauptspiste, die in diesen Ortsteil führt.
Und hier nochmal der riesige Friedhof vom Oued aus gesehen in seiner vollen Größe

Obwohl die 80 Kilometer fahrtechnisch nicht besonders anspruchsvoll waren (wie gesagt, das liegt immer im Auge des Betrachters) haben wir viel Diesel verbraucht. Besonders im tiefen Oued Sand konnte man zusehen wie die Tanknadel sinkt. Hier haben wir den höchsten Verbrauch der ganzen Reise gehabt, ca. 40 Liter auf 100km. Normalerweise sind es etwa 15. Also tanken wir im neuen Teil der Stadt Diesel auf, besorgen ein wenig Trinkwasser und statten danach der Altstadt einen Besuch ab.

Später verlassen wir die Stadt fluchtartig wieder und fahren weiter in Richtung Ouadane, weil einfach zu viele Menschen auf uns zukommen und an uns ihren Anteil verdienen wollen. Fremdenführer, Herbergsbesitzer, Souvenirverkäufer, Ladenbetreiber und so weiter. Das bereuen wir zwar später ein wenig, weil Chinguetti uns gut gefallen hat, aber der Weg nach Ouadane versöhnt uns mit der Entscheidung.

Eigentlich ist das Fahren in der Wüste ganz einfach, insbesondere wenn man ein so eindeutiges Ziel wie Ouadane hat, weil es dorthin nur wenige Pisten gibt und da keine anderen Städte auf dem Weg liegen, führen alle Pisten nach Ouadane. Blöd ist nur, wenn man dieser Theorie folgend fröhlich vor sich hinpfeifend einer Spur im Sand folgt und sich der Richtungspfeil auf der digitalen Karte, der sich ohnehin im Nirgendwo der Wüste bewegt, weil diese Route nicht eingetragen ist, sich in eine deutlich andere Himmelsrichtung bewegt als geplant. Also um genau zu sein im 70 Grad Winkel weg vom geplanten Ziel. Die ersten 10 Kilometer macht man sich da keine Gedanken, wird schon wieder werden, aber so nach circa 30km und vor den Augen eine Bergkette stellt sich schon die Frage, ob wirklich alle Wege hier nach Ouadane führen. Und ob der Diesel wohl reicht, wenn wir die ganze Strecke wieder zurück müssen.

Letztlich führen aber doch alle Wege nach Oudane. Im Blindflug fahren wir auf eine Lücke in der Bergkette zu. Wir vermuten hier einen Pass, der über die Piste, auf der wir uns befinden, Chinguetti direkt mit der Oase Tanouchert verbindet (die wir mittlerweile auf unserer digitalen Karte gefunden haben). Ursprünglich hatten wir geplant, nördlich an der Bergkette vorbei zu fahren. Aber tatsächlich ist genau dort wo wir ihn vermutet haben, der erhoffte Pass und wir erreichen wenig später Tanouchert. Eine wunderschöne kleine Oase, die wir sonst verpasst hätten.

Hier gehts mal wieder rauf, aber ehrlich gesagt sind wir so viele solcher Auffahrten gefahren, dass ich gar nicht weiß, ob das wirklich die Auffahrt Richtung Tinouchert war. Ich glaube aber schon.
Das hier wiederum ist eindeutig, hier sind wir quasi schon über den Berg und wie immer froh wirklich hoch gekommen zu sein.
Hier dann die offiziellen Gebäude an der Zufahrt der Oase
Und hier dann der Blick auf die Oase selber.

Wir wollten nicht schon wieder das Touristen-Guide-Fangenspiel spielen, also haben wir versucht, um die Oase herumzufahren. Mit mäßigem Erfolg. Erst zittern wir uns durch ein Dünental mit Tiefsand und Salzkruste und nachdem wir eingesehen haben, dass unser Weg hier nicht weitergehen kann, fahren wir uns beim Wenden beinahe im FechFech fest. Aber nur beinahe.

Puh, geschafft, erstmal durchatmen.

Stattdessen sind wir dann zwischen Oase und Verwaltungsgebäuden an einem Zaun entlang gefahren, nicht ahnend, dass wir hier mit die abenteuerlichsten Dünenquerungen unserer bisherigen Reise erleben würden. Im Tiefsand geht es gerade noch erkennbaren Fahrspuren hinterher. Die Dünen liegen hier dicht hintereinander gestaffelt, so dass wir 15 bis 20 Mal die Luft anhalten, ob wir auch den nächsten Anstieg und das nächste Tal noch schaffen werden oder jetzt dann doch mal die Sandbleche vom Auto schrauben müssen. Aber oh Wunder, der Igl schiebt sich scheinbar schwerelos einen Dünenkamm nach dem anderen hoch und bleibt auch in den Tälern immer nur fast stecken, dann schaltet er nochmal und plötzlich gehts weiter, obwohl der Drehzahlmesser schon unter 0 gesunken ist. Etwa nach dem fünften Aufstieg muss Robert, der an diesem Tag fährt, anhalten und aussteigen und erstmal tief durchatmen. Er schimpft den Igl oft Campingplatzauto, weil er angeblich nur dort taugt. Aber hier und jetzt in den Dünen macht er eigentlich eine ziemlich gute Figur. Und das bleibt auch so bis zum Abend, wo wir ganz oben auf einem der Dünenberge zum Stehen kommen.

Ja. Wie immer erst Fotos gemacht, als alles schon vorbei war.
Mitten drin
Thio in der Sandwüste wie immer begeistert
Robert erledigt, aber hocherfreut vom erfolgreichen Tag
Extrarunde gedreht. Hier sind unsere Spuren wirklich die einzigen
Und dann oben sitzen, die Ruhe, die Weite, den Sonnenuntergang genießen
Der Igl nur noch ein Winzling in dieser riesigen Weite

Ich habe es dann am nächsten Tag ein wenig leichter. Zwar folgt auch hier ein Dünenkamm nach dem anderen, aber der Sand ist so fest, dass wir kaum einsinken und so jauchze ich mehrfach vor Vergnügen, weil sich das anfühlt wie Fahrradfahren in der Geisterbahn. Ein bisschen gruselig, aber mit lustigem auf und ab. Gegen Nachmittag können wir dann von einem Dünenkamm aus den ersten Blick auf Ouadane werfen und nehmen uns hier auch die Zeit, die Reste der alten Karawanenstadt zu besichtigen. Ehrlich gesagt sehen wir wenig Unterschied zwischen den alten und den modernen Berberhäusern. Die neuen Häuser gefallen uns eher besser als die Ruinenstadt. Aber seis drum. Hier ein paar Fotos.

Von Ouadane aus fahren wir dann unser absolutes Highlight an. Wir wollen durch das „Auge Afrikas“ fahren, den Guelb er Richat. Eigentlich nur, damit wir von Ouadane aus nicht die gleiche Strecke zurückfahren müssen und um die Wellblechpiste weiterhin zu vermeiden. Viele Reisende haben uns gesagt, dass diese Tour eher unspektakulär sei und man die sogar aus dem All sichtbare riesige Kraterstruktur gar nicht richtig erfassen könne. Und wieder mal wird klar, wie subjektiv die Wahrnehmung ist. Wir fanden es einfach spektakulär dort und großartig und kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Die Schwierigkeit war hier, dass der Richat mehrere Kraterringe hat, die es zu bewältigen gilt. Erst geht es im Süden über zwei Aufstiege hinein, dann mittendurch und im Norden über zwei Aufgänge wieder heraus. Das alles ist fahrerisch immer noch kein Hexenwerk, aber mit den gerade mal knapp 100PS vom Igl wissen wir halt nie, wo Schluss ist. 80km weg von der nächsten Siedlung wäre es jedenfalls irgendwie blöd festzustellen, dass Schluss ist.

Hier erste Blicke im Hineinfahren
Gut sichtbare Piste, obwohl wir tagelang kein anderes Auto sehen
So faszinierend, dass wir permanent anhalten und Fotos machen
Kleinere Sandauf- und abfahrten. Aber nichts Schweres
Thio testet schonmal die nächste Abfahrt
Ganz alleine mitten im Auge, aka im Zentrum des Kraters haben wir übernachtet
Und uns zum Abend alles nochmal vom benachbarten Berg angesehen
Sorry, ich kann nicht aufhören. Hoffentlich kann man wenigstens ein bisschen nachvollziehen wie weitläufig und farbig das alles ist
Und dann Abends noch der hier. Alles Bestens wenn Ihr uns fragt…

Am nächsten Morgen sind wir so erlebnishungrig, dass wir gleich weiterfahren und tatsächlich nochmal einiges zu Tun bekommen. Erst hat sich eine Düne in den Weg gelegt, die wir aber gut bewältigen. Später dann geht es eine ziemlich steile steinige Piste hoch. Die hat es streckenweise ganz schön in sich, besonders weil keiner von uns beiden sie gerne rückwärts wieder runterrutschen möchte, falls die Kraft vom Igl nicht reicht. Also wie immer wenns spannend wird Fotos nur von vorher und nachher….

Weil wir noch viele Kilometer fahren müssen stehen wir ausnahmsweise mit dem Sonnenaufgang auf.
Die Belohnung dafür sind diese wunderschönen Momente
Wie oft fragen wir uns, wer eigentlich die vielen etwa gleich großen Steine gesammelt und dann so fein säuberlich wie einen Teppich hier ausgelegt hat
Hier die Düne, die sich über unsere Piste gelegt hat
Zum Glück aber kein Weichsand, sondern gut befahrbar
Und hier dann schon der Weg heraus den äußeren Ring im Norden herauf
Sieht nicht nur steil aus, ist auch steil
Und ganz schön schmal und steinig
Da waren wir schon oben, mussten aber beide nochmal schauen, was wir da eigentlich gerade hoch gefahren sind
Da oben steht er der Igl
Und ein letzter Blick zurück

Ja, hier sollte eigentlich Mauretanien zuende gehen und Marokko anfangen, aber ich habe noch so unglaublich viele wunderbare Bilder übrig, dass ich einfach noch einen 3. Teil nachschiebe. Ist ja Corona und Ihr habt Zeit, oder?

8 Kommentare zu „Über 1001 Düne in Mauretanien Teil II

  1. „Robert erledigt, aber hocherfreut vom erfolgreichen Tag“ — Sand, Weite, ausstrecken, Himmel über dir und eine dicke Zufriedenheit. Schön das zu sehen und hineinzudenken. Gute Weiterreise!

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